FINANCE


Strategische Flexibilität: Ihre Waffe gegen die Rezession

April 2008

Steuern wir auf eine Rezession zu?

Genau genommen befinden wir uns den Experten zufolge noch nicht in einer Rezession.

Die Economist Intelligence Unit stellte bei den mehr als 1000 für ihr Global Business Barometer für Januar 2008 befragten Führungskräften "nachlassendes Vertrauen" fest.”1

CFO Magazine sah dieselbe Haltung in seiner Global Business Outlook-Umfrage bestätigt, in der sich “72 Prozent der [Finanzleiter] weniger optimistisch über die Wirtschaft [äußerten] als im letzten Quartal.”2

Genau genommen befinden wir uns den Experten zufolge noch nicht in einer Rezession.

Aber von Spitzfindigkeiten abgesehen haben viele Verbraucher und Unternehmen bereits das Gefühl, dass die Rezession schon da ist.

Die große Frage ist jedoch, wie lang diese anhalten wird und wie tief sie ausfallen wird.

Virtual Finance Finance Forum 2008

Kurzfristige leichte oder anhaltende Rezession?

Die Vorhersagen der Kommentatoren und Journalisten reichen von einer kurzen, leichten3 bis zu einer anhaltenden Rezession.4

Die makroökonomischen Überlegungen sind zwar vielleicht abstrakt und theoretisch, aber für Finanzleiter von Unternehmen ist die Frage alles andere als akademisch.

McKinsey & Company forderte vorausschauende Unternehmen auf, sich rechtzeitig auf die "kommende Rezession" vorzubereiten.

Umsichtige Finanzleiter müssen sich nach besten Kräften bemühen, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten.

Und sie müssen nicht nur die Gefahren, sondern auch die Chancen suchen, die eine Rezession mit sich bringt.

Vor einem Jahr, als es der Wirtschaft noch besser ging und die Stimmung positiver war, forderte McKinsey & Company vorausschauende Unternehmen auf, sich rechtzeitig auf die "kommende Rezession" vorzubereiten.5

Um zu bestimmen, welche Vorbereitungen am wirksamsten sein würden, schaute McKinsey auf die Rezession von 2000/01 zurück, um zu ermitteln, welche Unternehmen damals strauchelten und welche sich die Flaute zu Nutze machten, um sich gegenüber ihren Konkurrenten einen Vorteil zu verschaffen.

Strategische Flexibilität

"15 Prozent der Unternehmen, die vor der letzten Rezession nicht Branchenführer waren, brachten sich während der Rezession in diese Position."

McKinsey stellte fest, dass "fast 40 Prozent der führenden Industrieunternehmen in den USA während der Rezession von 2000/01 aus den Top 25% ihrer Branchen fielen und ein Drittel der führenden US-Banken dasselbe Schicksal erlitten."

Noch interessanter ist jedoch vielleicht die Erkenntnis, dass "15 Prozent der Unternehmen, die vor der letzten Rezession nicht Branchenführer waren, sich während der Rezession in diese Position brachten".

McKinsey stellte fest, dass die "nach der Rezession führenden Unternehmen in den meisten Branchen...Gemeinsamkeiten hatten.”

Diese Merkmale lassen sich in zwei Worten zusammenfassen: "strategische Flexibilität".

Bilanz, operatives Geschäft und Produkte

Die strategische Flexibilität der Unternehmen, die während und nach der letzten Rezession am besten abschnitten, zeigte sich in drei Hauptbereichen: Bilanz, operatives Geschäft und Produkte.

Mithilfe einer starken Bilanz konnten die Unternehmen während der Rezession expandieren, in vielen Fällen durch Übernahmen oder Anlagenkäufe zu günstigen Preisen.

Die strategische Flexibilität der Unternehmen, die am besten abschnitten, zeigte sich in drei Hauptbereichen: Bilanz, operatives Geschäft und Produkte.

Die führenden Unternehmen gaben 15 Prozent mehr für Investitionen und 7 Prozent mehr für Fusionen und Übernahmen aus.

Operative Flexibilität wurde über Maßnahmen wie z. B. die Ersetzung von freiwillig ausscheidenden Angestellten durch Teilzeitkräfte erzielt.

Die Unternehmen konnten so schnell die Kosten senken, als die Rezession eintrat, ohne ihre Hauptbelegschaft durcheinander zu bringen.

Ein vielfältigeres Produktangebot in einem größeren geografischen Bereich bot führenden Unternehmen die Chance, ihre Kundenbasis auszudehnen, während Konkurrenten sich zurückzogen.

Eine große Restaurantkette konnte Preisreduzierungen vermeiden und für anhaltendes Wachstum sorgen, indem sie Leistungen hinzufügte und Geschenkgutscheine einführte.

Eine flexible Strategie kommt von flexiblen Systemen

Wie können andere Unternehmen diese Art von Erfolg wiederholen und nicht nur harte Zeiten überstehen, sondern nach einer Rezession auch an die Spitze kommen?

Strategische Flexibilität hängt teilweise von einer visionären Führung ab.

Prognostizierungs-Demo

Erstellen von Szenario-Modellen

Es ist aber einfacher, die richtige Strategie zu wählen, wenn das Management über Hilfsmittel verfügt, die eine flexible Erstellung von Szenario-Modellen und eine schnelle Entscheidungsfindung ermöglichen.

Bei den heutzutage erhältlichen Lösungen für das finanzielle Performance Management wie z. B. IBM Cognos 8 Planning und IBM Cognos TM1 gehört Flexibilität zu den wesentlichen Merkmalen.

Diese Produkte enthalten leistungsstarke Modellbildungsfunktionen, die Finanzanalysten die Möglichkeit bieten, die Folgen verschiedener Handlungsoptionen und verschiedene wirtschaftliche Umgebungen zu betrachten.

Was passiert, wenn die Rezession länger und tiefer ist als erwartet, oder kürzer und leichter?

Mit Szenario-Modellen können Sie ein Repertoire an Reaktionen auf verschiedene Situationen erstellen.

Zusammen mit anderen Funktionen wie z. B. rollierende Prognosen kann die Finanzabteilung alle Veränderungen genau vorwegnehmen und effektiv darauf reagieren.

Der McKinsey-Bericht schließt mit der Ermahnung, das "Manager und Vorstände... sich heutzutage fragen sollten, ob sie in finanzieller und operativer Hinsicht und in Bezug auf die Produkte für die notwendige Flexibilität sorgen, mit der sie die nächste Rezession so gut wie möglich nutzen können."

Mit den richtigen Tools von Cognos ist es viel einfacher, die volle Palette dieser Flexibilität zu sehen und jede Situation so gut wie möglich auszunutzen - auch in einer Rezession.


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Quellen

1 Global Business Barometer, The Economist, 3. Januar 2008

2 Kate O’Sullivan, By the Numbers—Business Outlook Survey, CFO, Januar 2008.

3 Maria Bartiromo, quoting Facetime, Haley Barbour: The GOP Insider on Election 2008, BusinessWeek, 25. Februar 2008

4 A long slog, The Economist, 10. Januar 2008

5 Richard Dobbs, Tomas Karakolev, Rishi Raj, McKinsey on Finance: Perspectives on Corporate Finance and Strategy, Nummer 23, Frühjahr 2007, McKinsey & Company


Wichtige Zahlen

75%

Prozent der Unternehmen sagen, ihr Change Management ist formlos, spontan oder improvisiert.

– Quelle: The Enterprise of the Future, IBM Global CEO Study, 2008

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