Prozent der Unternehmen sagen, ihr Change Management ist formlos, spontan oder improvisiert.
– Quelle: The Enterprise of the Future, IBM Global CEO Study, 2008
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FINANCEPlanung zur Vorbereitung auf Preisausschläge im Zeitalter der Rekordölpreise9. Juli 2008 Erst im Januar dieses Jahres erreichte der Ölpreis zum ersten Mal 100 USD pro Barrel. Wer hätte gedacht, dass wir uns bald nach dieser guten alten Zeit zurücksehnen würden? Der Ölpreis hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt, und nahezu alle Unternehmen und Verbraucher sind von höheren Energiepreisen betroffen. Für die unmittelbar von den Treibstoffkosten betroffenen Branchen wie Fluggesellschaften, Automobilindustrie und das Speditionswesen waren die Folgen schwerwiegend. Hoffen auf ein Preisplateau?Angesichts der fast wöchentlich neuen Rekordpreise für Rohlöl könnte man leicht in Versuchung kommen, zu glauben, dass die Preise immer weiter steigen werden. Viele sind sogar der Meinung, dass wir bestenfalls auf ein Preisplateau hoffen können, vielleicht ungefähr im Bereich von 150 USD pro Barrel. Dennoch ist die Reaktion der Ölgesellschaften auf diese Rekordpreise vorsichtig. The Economist rechnet nicht mit einem endlosen Aufwärtstrend bei den Preisen und stellte vor Kurzem fest, dass die "Ölproduzenten weiterhin unter dem Trauma der schnellen Erweiterung der Produktion in den späten 70er Jahren leiden, die auf frühere Preisanstiege folgte und ein Überangebot und somit eine anhaltende Flaute verursachte."1 Die Reaktion der Ölgesellschaften auf diese Rekordpreise ist vorsichtig.
Im Anschluss an die erste "Ölkrise" der 70er Jahre steigerten die Ölproduzenten auf der ganzen Welt ihre Produktion erheblich. Aber die Energieverbraucher reagierten ebenfalls. Gebäude, Elektrogeräte und Fahrzeuge wurden viel effizienter. So verbrauchten die ersten Minivans zum Beispiel nur noch ungefähr halb soviel Treibstoff wie die alten Familienfahrzeuge. Dies führte dazu, dass die Preise in den darauf folgenden Jahrzehnten sogar fiehlen. Ein Energieexperte von Lehman Brothers sagt für Ende 2008 stark rückläufige Preise vorher und für 2009 einen Durchschnittspreis von 83 USD pro Barrel.
So erklärt ExxonMobil trotz der derzeitigen Rekordpreise, dass das Unternehmen "bei der Einschätzung der Rentabilität möglicher Investitionen aus Angst vor einem erneuten Preisverfall immer noch dieselben Annahmen bezüglich des langfristigen Ölpreises zugrunde legt wie zu Beginn des Jahrzehnts."2 Und diese Angst ist begründet. In der Tat sagt ein Energieexperte von Lehman Brothers für Ende 2008 stark rückläufige Preise vorher und für 2009 einen Durchschnittspreis von 83 USD pro Barrel.3
"Eine strukturelle Veränderung"Es ist zu erwarten, dass die Verbraucher, die Unternehmen und die Wirtschaft als Ganzes sich wie in der Vergangenheit auf hohe Energiepreise einstellen. "Dies ist eine strukturelle Veränderung, keine zyklische." – Alan Mulally, CEO, Ford Motor Company Die Gesetze der Wirtschaft haben sich seit den 70er Jahren nicht geändert. Aber die Weltwirtschaft sieht inzwischen anders aus. Wie Alan Mulally, der CEO der Ford Motor Company, sagte: "Dies ist eine strukturelle Veränderung, keine zyklische."4 Der Energiebedarf von China, Indien und sonstigen Entwicklungsländern ist im letzten Jahrzehnt dramatisch angestiegen und wächst weiterhin. Die Fördermengen von Ölproduzenten wie Russland befinden sich auf einem Höchststand. Manche gegen jedoch davon aus, dass beim Öl der Gipfel erreicht ist und fast alle vorhandenen Ölvorkommen entdeckt sind, so dass die Fördermengen von jetzt an nur noch sinken können. Und dazu kommen noch die Bedrohung durch den Treibhauseffekt und die dringende Notwendigkeit, die Verbrennung fossiler Brennstoffe einzuschränken. Umweltschutz und InnovationLangfristig haben die Bemühungen um den Umweltschutz gepaart mit Innovationen das Potenzial, unseren Energiebedarf zu decken und die Erde sauberer zu halten. Fahrzeugflotten werden ausgetauscht und es werden neue Energiequellen erschlossen.
Das Gesamtvolumen der Investitionen in alternative Energiequellen wie Wind, Sonnenenergie und Biotreibstoffe wächst bereits jetzt jährlich im zweistelligen Bereich. Windenergie macht z. B. in den USA derzeit nur 1 % des Gesamtvolumens aus. Die Regierung und Branchenführer "wollen diesen Anteil [jedoch] bis 2030 auf 20% erhöhen".5 Komplementäre Technologien werden ebenfalls einen erheblichen Beitrag leisten. Bei der Stromerzeugung aus Wind- und Sonnenenergie stellte die Speicherung lange Zeit ein erhebliches Problem dar. Eine Erweiterung der Speicherkapazität in Form von Batterien in Millionen von Elektroautos könnte dieses Problem jedoch lösen. Szenario-Planung für die GegenwartKurzfristig sind hohe Energiepreise - und ihre unvorhersehbaren Fluktuationen - jedoch eine schmerzhafte Realität des Wirtschaftslebens. Unternehmen sind gezwungen, sich an höhere Kosten für den Transport von Waren und für ölbasierte Materialien, an höhere Reisekosten für ihre Mitarbeiter und an zahlreiche weitere Veränderungen anzupassen, die sich auf den Gewinn auswirken. In einem solchen wirtschaftlichen Umfeld werden steife Jahresbudgets zu einem ernsthaften Handicap. Und leistungsstarke Lösungen für das finanzielle Performance Management wie z. B. IBM Cognos 8 Planning und IBM Cognos TM1 werden zu unschätzbaren Verbündeten. IBM Cognos 8 Planning bietet Echtzeit-Einblicke in Ressourcenanforderungen und die voraussichtliche operative Performance. Die Lösung unterstützt Praktiken wie z. B. treiberbasierte Planung und rollierende Prognosen, mit deren Hilfe Analysten in der Finanzabteilung die Folgen eines Ölpreises von 150 USD pro Barrel, 83 USD pro Barrel und sämtlichen Werten dazwischen untersuchen können. Mit IBM Cognos TM1 können die Anwender schnell riesige Mengen multidimensionaler Daten einsehen und bearbeiten und unter Einbeziehung unzähliger Variablen die Rentabilität analysieren. Sie können kaufmännische Annahmen ändern, um flexible "What-if"-Modelle zu erstellen und der oberen Führungsebene solide Optionen für alle Eventualitäten wie z. B. eine CO2-Steuer zu präsentieren. Ein Performance-Blueprint für Öl und GasNatürlich ist keine Branche so stark vom Ölpreis betroffen wie die Ölgesellschaften selbst. Und kein Investitionsentscheidungsbereich innerhalb der Öl- und Gasindustrie ist stärker vom Ölpreis abhängig als die Exploration und Bohrung sowie der Betrieb von Öl- und Gasförderanlagen. Für dieses Branchensegment bietet Cognos das IBM Cognos Upstream Oil and Gas Performance Blueprint. Ein Performance Blueprint ist einfach ein auf die besonderen Anforderungen einer Branche oder eines Organisationsbereichs zugeschnittenes Daten-, Prozess- und Strategiemodell. Das Upstream Oil and Gas Blueprint hilft Unternehmen bei der Planung von Produktion, Umsatz, Kosten und Kapitalaufwendungen auf Förderanlagen-, Feld- oder Gebietsebene. Dieses Blueprint berücksichtigt zahlreiche Faktoren wie z. B. historische und projizierte Fördervolumina. Es hilft dabei, Abweichungen und Trends bei den Betriebskosten zu identifizieren und die Feldaufwendungen auf Brutto- und Nettoebene zu prognostizieren. Das Blueprint bezieht sogar Wechselkursannahmen ein, um Prognosen in der jeweiligen Landeswährung zu erstellen. In einer Zeit, in der die Zentralbanken auf der ganzen Welt gleichzeitig gegen die Inflation und gegen eine Rezession ankämpfen, ist dies eine wesentliche Funktion. Plan A, Plan B, Plan CWenn die zukünftigen Kosten für einen wesentlichen Rohstoff wie Öl so unvorhersehbar sind, muss die Finanzabteilung die Pläne B, C und D aufstellen und abwägen können, falls der Plan A des Unternehmens plötzlich undurchführbar wird. Niemand kann mit Sicherheit sagen, wie der Ölpreis in einem Monat oder in einem Jahr aussehen wird. Die Unternehmen, die den durch die derzeitigen hohen Preise verursachten Schaden minimieren und sich für eine stabilere Zukunft positionieren können, werden die schwierigen Zeiten jedoch überstehen.
Quellen1 Double, double, oil and trouble, The Economist, 31. Mai-6. Juni 2008. 2 ibid. 3 Stanley Reed, Help from the House of Saud, BusinessWeek, 9. Juni 2008. 4 Peter Coy, Breaking Point, BusinessWeek, 9. Juni 2008 5 Steve Hamm, Wind: The Power and the Promise, BusinessWeek, 7. Juli 2008. |
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