IBM Cognos Software

Home > Praxisberichte > Banken & Finanzinstitute
Kunden
Business Intelligence im Dienst des Ergebnisreportings
Cognos PowerPlay® verschafft schnellen Durchblick im Vertrieb

Der Dresdner-Bank-Konzern ist mit rund 990 Filialen und rund 32.300 Vollzeitstellen in rund 60 Ländern der Welt vertreten. Nach Bilanzsumme und Zahl der Kunden zählt die Dresdner Bank zu den führenden europäischen Banken. Seit dem 23. Juli 2001 ist die Dresdner Bank als "Kompetenzzentrum Banking" Teil der Allianz Gruppe. Die Dresdner Bank nutzt Cognos PowerPlay® für ihr Reporting im Unternehmensbereich Corporate Banking und begleitet damit die abgeschlossene Strukturierung ihres Vertriebsnetzes.

Das Ziel, den Ablauf und den Erfolg des Projekts aus Sicht des Unternehmens wie der Benutzer schildert Gunther Ziegler, in der Frankfurter Zentrale zuständig für Vertriebsdaten des Corporate Bankings.

Rahmenbedingungen und Aufgabenstellung
Im Rahmen einer umfassenden Neuaufstellung wurde im Firmenkundengeschäft ein Betreuungsmodell mit neuen Kundenstrukturen, neuen Berichtsgrößen und einer Reorganisation des Vertriebs eingeführt.

Daraus entstand die Forderung nach einem neuen Data Warehouse (DWH) zum Reporting der Vertriebsergebnisse, mit dem sich die kunden- sowie produktbezogene Darstellung für die Anwender gewährleisten lässt.

Alle wesentlichen Inhalte sollten für die Nutzer komfortabel, schnell und systematisch greifbar sein, ganz gleich, ob sich der Betreuer einen Überblick über einzelne Kunden verschaffen möchte, das Backoffice einen Überblick über die Vertriebsregion erhalten soll oder die Produktverantwortlichen in der Zentrale dem Vorstand einen Einblick in ihr Gesamtgeschäft vermitteln möchten. Darüber hinaus sollte das Instrument in der Lage sein, neue Inhalte und Strukturen schnell und unproblematisch aufzunehmen, um die abrufbaren Daten stets aussagekräftig zu halten, denn in hart umkämpften Märkten sind gerade Ergebnisinformationen entscheidend für den Erfolg von Unternehmen.

Parallel zur Analyse des Informationsbedarfs und der fachlichen Abstimmung wurde nach einer geeigneten Lösung für das Abbilden der Berichte gesucht. Die Bank entschied sich für eine reine OLAP-Lösung (Online Analytical Processing). Dafür sprachen die Performance, die einfache Wartung und die Anforderung, die Kennzahlen in unterschiedlichen Verdichtungsstufen darzustellen.

Multidimensionales OLAP bewältigt äußerst schnell eine große Anzahl an Abfragen auf einen großen Datenbestand, weil die Kennzahlen in den jeweiligen Verdichtungsstufen überwiegend voraggregiert bereitstehen. Es ist außerdem leicht zu warten, und wenn eine neue Berichtsgröße aufgenommen wird, ist es lediglich nötig, die Faktentabelle, in der sich die Kennzahlen befinden, und die Produktdimension mit neuen Werten zu befüllen, ohne zum Beispiel die OLAP-Modelldatei ändern oder alle Berichte anpassen zu müssen. Bei Strukturänderungen sind dann entsprechend die abrufbaren Verdichtungsstufen der Kunden, der Produkte, der Vertriebsorganisation und des Zeitverlaufs - so genannte Dimensionen - in der Modelldatei zu ändern. Zusätzlich verfügt OLAP über analytische Reportingmöglichkeiten, die auch Vertriebsmitarbeitern ohne IT-Erfahrung ein eigenständiges Analysieren ihrer Daten und das Erstellen von Berichten erlauben. Fazit: Es handelt sich um ein hochgradig ressourcenschonendes Tool.

Lösungsansatz und Entscheidungsfindung
Nachdem die Bank verschiedene Business Intelligence-Werkzeuge geprüft hatte, fiel die Entscheidung zugunsten Cognos PowerPlay® aus - als eine Komplettlösung, die sich einfach handhaben lässt. Die Erstellung der OLAP-Datenwürfel einschließlich umfangreicher Berechtigungsvergabe war verhältnismäßig einfach und transparent auch hinsichtlich komplexer Aufgaben. Vor allem entsprachen bereits die vordefinierten Front-End-Möglichkeiten in Cognos Upfront und die Abbildung der Standardreports genau den gesetzten Anforderungen. Die verschiedenen Cognos PowerPlay®-Komponenten rundeten den Eindruck eines funktionalen Systems ab.

Positiv beeinflusst wurde die Entscheidung zusätzlich durch den Einsatz der Cognos-Berater, die sehr flexibel detaillierte Fragen durch den Aufbau eines "Dummys" beantworten konnten.

Erfolgsfaktoren in der Entwicklung des Data Warehouse
Während der Umsetzung überzeugte Cognos PowerPlay® durch:

Flexibilität: Änderungen der fachlichen Aufgaben konnten schnell und ohne nennenswerten Programmieraufwand in den entsprechenden OLAP-Datenwürfeln und den darauf aufbauenden Berichten angepasst werden.
Learning by Doing: Ohne Schulungen war es unter Anleitung der Cognos-Berater möglich, zeitgleich mit der Umsetzung des DWH die notwendigen Kenntnisse über das Tool beinahe intuitiv zu erlernen. Insgesamt reichten 13,5 projektbegleitende Consultingtage in der reinen Umsetzungszeit von rund zwei Monaten aus.
Zusammenspiel aller Beteiligten: Alle Beteiligten mussten im Projekt unterschiedliche Prozesse fachlich und technisch parallel und vorausschauend bearbeiten. Die Cognos-Berater fügten sich dabei nahtlos in das Projektteam ein und gingen sofort auf neue Anforderungen ein.

Ergebnis des Projekts
Die Akzeptanz der Anwender basiert im Wesentlichen auf zwei Säulen:

1. Intuition: Rund 1.200 Anwender konnten die Standardfunktionalitäten zum Aufrufen von fest definierten Berichten in Upfront ohne Schulungsaufwand nutzen. Nur in Ausnahmefällen musste Hilfestellung geleistet werden.
2. Anpassungsfähigkeit: Bisher entsprach jedes Aktualisieren der Daten auf Monatsebene einer neuen Version, weil innerhalb jedes Monats die notwendigen fachlichen Änderungswünsche umgesetzt wurden. In Cognos PowerPlay® geschehen diese Anpassungen jetzt ohne nennenswerten Aufwand.

In der Nachbetrachtung ist das Projekt als voller Erfolg zu werten.

Die Technik
Das Ergebnisreporting auf der Basis von Cognos PowerPlay® läuft bei der Dresdner Bank unter dem Betriebssystem Sun Solaris auf einem Rechner Sun V440 mit vier Prozessoren bei 1,29 Gigahertz und einer Taktfrequenz mit acht Gigabytes RAM.

Daten kommen aus einer Anzahl von Host-Systemen. Sie werden einmal monatlich aktualisiert. Rund 1.200 Benutzer arbeiten mit etwa 400 benutzerspezifischen Analysesichten.

Als LDAP-Server dient ein Sun One Directory Server. "Trusted Single-Sign-On" in Verbindung mit Smartcard-Lesern sorgt dafür, dass sich die Benutzer nicht mit Kennung und Passwort anmelden müssen.

Sehr kurze Einführungszeit: Beginn Anfang Februar 2004, Starttermin für die Nutzung sechs Wochen später am 17. März 2004.

Neue Praxisberichte