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Straße frei: Britische Traditionsautomarke erreicht in Deutschland Geschäftstransparenz durch Einsatz der Software von Cognos

Die Land Rover Deutschland GmbH wurde im Jahr 2000 in die Premier Automotive Group (PAG = Volvo/Jaguar/Land Rover) von Ford eingegliedert. Das zuvor zu BMW gehörende Unternehmen erwirtschaftet einen Jahresumsatz in Höhe von rund 350 Millionen Euro und wird in diesem Jahr mit rund 65 Mitarbeitern voraussichtlich 11.000 Neufahrzeuge verkaufen.

Wie Ralf Biermann, Leiter EDV, und Matthias Medler, Leiter After Sales, berichten, musste nach der Trennung von BMW die gesamte IT-Infrastruktur neu aufgebaut werden. Die besondere Herausforderung bestand dabei darin, die neuen Informationssysteme an bereits bestehende zentrale Systeme in England anzubinden, wie z. B. die Programme für Fahrzeug- und Teilebestellungen oder Garantieabwicklung. "Ganz klar standen wir vor der Herausforderung, eine langfristig gesicherte IT-Umgebung zu schaffen, mit der wir insbesondere in den Hauptgeschäftsbereichen Vertrieb und After Sales Kennzahlen zur Verfügung stellen können, die uns den täglichen Status wiedergeben. Wir benötigten zur sinnvollen Steuerung unseres Geschäfts einfach mehr Transparenz, um erkennen zu können, ob wir den richtigen Kurs verfolgen", so Biermann.

Durch die Zusammenarbeit mit Cap Gemini Ernst & Young und dem dortigen Projektleiter Rolf Sweekhorst wurde Land Rover auf die Lösung des Frankfurter Anbieters Cognos aufmerksam. Die Entscheidung fiel, für die anstehenden Data Warehouse-Entwicklungen Produkte des Unternehmens einzusetzen, da das Konzept in Bezug auf Flexibilität und Kosteneffizienz den Anforderungen am besten gerecht wurde. Zur Anwendung kommen Cognos PowerPlay® und der Cognos PowerPlay® Enterprise Server, Cognos Impromptu® und Cognos Impromptu® Web Reports sowie Cognos Architect zur einheitlichen Darstellung der Meta-Daten. Der spätere Einsatz weiterer Software-Module von Cognos ist bereits angedacht.

"Wir haben aus der Vielfalt der operativen Anwendungssysteme von Land Rover gezielt die wesentlichsten Kerninformationen herausgefiltert, die für die Bereiche Sales und After Sales entscheidend sind und diese beeinflussen. Die Informationen haben wir in einer eigenen Schnittstelle dargestellt, aus der automatisierte Anwendungen und Managementinformationen in einem Data Warehouse generiert und bereitgestellt werden. Die Führungsebene ist jetzt in der Lage, jederzeit selbst die benötigten Daten abzurufen und diese individuell und flexibel zusammenzustellen. Auf diese Weise konnten eine Vielzahl von Engstellen beseitigt werden", erläutert Sweekhorst.

Projektbeginn war Anfang 2001. Wie gefordert wurde innerhalb von knapp acht Wochen eine Anwendung für den Fahrzeug-Vertrieb geschaffen. Derzeit wird das System auf die Bereiche Ersatzteile, Garantie und die Zusammenführung von Sales und After Sales ausgeweitet. Angedacht ist auch die Integration der Bereiche Finanzen und Marketing, um ein wirklich umfassendes Management-Informationssystem zu erhalten.

In dem System wurden Ziele für die einzelnen Händler verankert, die auf unterschiedliche Zielwerte heruntergebrochen werden, wie zum Beispiel im Teilebereich das Gesamtvolumen, Produktgruppen und Fahrzeuggruppen. Diese Werte lassen sich hervorragend für den Außendienst erfassen und in Berichten zusammenstellen. Außendienstmitarbeiter können sich auf diese Weise einen Überblick über ihre ganze Region verschaffen. Die Geschäftsleitung kann wiederum hinsichtlich einzelner Händler analysieren, ob Zielvorgaben erreicht wurden oder nicht. Auf tagesaktueller Basis können auch Neuzulassungen ausgewertet werden. Von besonderem Interesse ist auch die Integration von Zahlen verschiedener Bereiche, wie zum Beispiel aus Teileverkauf und Garantie, um zu erkennen, ob ein Händler Ersatzteile an Land Rover selbst oder an Kunden verkauft hat. Gerade hinsichtlich des prognostizierten Teilevolumens ist das System ein sinnvolles Steuerungsinstrument für den After-Sales-Bereich geworden. Wenn Ergebnisse von Planzahlen abweichen, können heute Ursachen erkannt und Zusammenhänge aufgedeckt werden.

Als besonderen Vorteil hebt Biermann hervor, dass das Data Warehouse eine starke Standardisierung erlaubt. Es gibt sehr verschiedene Anwendungsbereiche, die aber über alle Anwendungen eine einheitliche, gemeinsame und standardisierte Benutzeroberfläche haben, so dass sich alle Mitarbeiter technisch völlig problemlos miteinander verständigen können. Die Data Warehouse-Architektur hat zudem einen modularen Aufbau. Ihre Entwicklung und ihr Ausbau folgen einer einheitlichen Grundstruktur sowie einer erfolgreich erprobten Vorgehensweise, d.h., für jeden Anwendungsbereich von der Analyse bis zur Implementierung werden gleichartige, sehr effiziente Prozessschritte durchlaufen. Dank dieser durchgehenden Methodik, die für Standardisierung und klare Dokumentation sorgt, ist der weitere Ausbau des Konzepts problemlos möglich. Know-how wird gesichert und kann nicht mehr so einfach beim Ausscheiden von Mitarbeitern verloren gehen.

Der Schulungsaufwand erwies sich im Vergleich zu anderen Systemen als äußerst gering. Nach nur drei bis vier Tagen konnten die Mitarbeiter Berichte verfassen. Auch bei der in Kürze anstehenden kompletten Umstellung auf die Web-Lösung erwartet Biermann, dass der Schulungsaufwand einen Tag nicht überschreiten wird, da bei der Realisierung Wert darauf gelegt wurde, dass die Mitarbeiter alle benötigten Informationen intuitiv aufrufen können.

"Das Data Warehouse sorgt als tragendes Fundament des Management-Informationssystems dafür, dass alle Daten bereichsübergreifend überprüft und bereitgestellt werden können. Differenzen, die früher unentdeckt geblieben wären, werden jetzt rasch erkannt, abgeglichen und aufgeklärt", so Biermann weiter. "Das Management-Informationssystem gibt uns heute genau die Transparenz, die wir brauchen, um unser Geschäft besser zu steuern. Wir können gezielte Ad-hoc-Analysen durchführen, wann immer wir sie brauchen, und haben Monatsberichte, die als Web-Anwendung auf sämtlichen Ebenen zur Verfügung stehen - von der Geschäftsleitung bis hinunter zum einzelnen Mitarbeiter", ergänzt Medler abschließend.

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